Tipps für Privatvermieter

Sie möchten privat vermieten ?

Wir haben die entsprechenden Tipps für Sie.

Das Wesentliche zuerst: Legen Sie sich ein starkes Nervenkostüm zu und planen Sie ausreichend Zeit ein, denn mit einer Anzeige in der Zeitung oder auf einem Immobilienportal ist es heutezutage nicht mehr getan. Falsche Mietpreisvorstellungen, fehlende Unterlagen oder dutzende Interessenten, die bei Besichtigungen durch Ihre Mietwohnung stapfen, sind nur einige Fallstricke, die auf Sie lauern.

Vorbereitung

  • Ab welchem Zeitpunkt soll/kann der Einzug erfolgen und welche Reparaturen sind vorher noch zu erledigen?
  • Liegt ein Energieausweis vor und ist sichergestellt, dass jeder Interessent bei Besichtigungen eine Kopie erhält? Beachten Sie unbedingt die gesetzlich geforderten Details zum Energieausweis – anderenfalls drohen hohe Bußgelder.
  • Welcher Mietpreis soll angesetzt werden, wie hoch ist die ortsübliche Vergleichsmiete, was sagt der Mietspiegel? Bedenken und beachten Sie von Anfang an, welche Nettokaltmiete Sie mindestens haben möchten bzw. brauchen. Legen Sie dann anhand der Analyse der angebotenen Wohnungen und Ihren Mindestvorstellungen einen vernünftigen Mietzins fest, der sich grundsätzlich eher am Durchschnitt (Stichwort "Mietpreisbremse") als an der Spitze orientieren sollte. So vermieten Sie Ihre Wohnung an einen Mieter, der diese erfahrungsgemäß langfristig anmieten wird.
  • Wie hoch sind die Nebenkosten und wie werden diese künftig jährlich ordentlich be- und abgerechnet?
  • In welchen Medien soll wann für die Immobilie geworben werden und welche Zielgruppe ist gewünscht? Machen Sie sich zunächst Gedanken, welcher Mieter für Ihre Wohnung in Frage kommt. Haben Sie eine exklusive Wohnung für die Sie ein Ehepaar oder Pärchen möchten oder haben Sie eine passende Wohnung für eine Familie mit einem Kind. Der Anzeigentext sollte so konzipiert sein, daß er die jeweilige Zielgruppe anspricht. Überlegen Sie, ob Sie genügend Zeit haben für die Wohnungssuche, um in einem der großen Immobilienbörsen zu inserieren. Sie müssen damit rechnen, daß sich viele Interessenten telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen melden. Wenn Sie eine „Besichtigungsschlange“ bis auf die Straße vermeiden wollen und jeden Interessenten vor Termin vorqualifizieren, kostet das viel Zeit.
  • Denken Sie daran, daß Sie nicht einfach eine Anzeige schalten, ohne sich Gedanken zu machen, wann ein Besichtigungstermin stattfinden könnte.
  • Müssen Besichtigungstermine gegebenenfalls mit einem Vormieter abgestimmt und koordiniert werden? Wenn sich noch ein Mieter in der Wohnung befindet, sollten Sie 1-2 Termine vor den ersten Werbeaktionen mit ihm festlegen, um dann direkt mit den Interessenten am Telefon oder über E-Mail einen Termin vereinbaren zu können. Es ist ideal, wenn man sich für jeden Interessenten eine Zeitspanne von ca. 15-20 Minuten einplant, bei einem Haus sollte es auf alle Fälle eine halbe Stunde sein.

Besichtigungen

  • Da sich manche Interessenten vor lauter Terminen den Namen auf dem Klingelschild nicht unbedingt merken können, stellen Sie sicher, daß der Interessent Ihre Wohnung auch findet. Erscheinen Sie ca. 15 Minuten vor dem ersten Termin, um wenn nötig noch kurz zu lüften, zu heizen etc. Achten Sie zunächst auf den ersten Eindruck der Interessenten. Waren sie pünktlich, sind sie freundlich und sympathisch, etc. Notieren Sie sich die Namen der Interessenten, die Ihnen am sympathischsten waren. Am Ende der Termine bzw. in den nächsten 1-2 Tagen sollten Sie herausfinden, ob ein oder mehrere Interessenten die Wohnung mieten wollen. Sollte widererwartend kein Interessent übrig bleiben, sollten Sie erfragen, warum sie absagen. Wenn sich zu viele unterschiedliche Gründe herausstellen, liegt es erfahrungsgemäß am zu hohen Mietzins.
  • Unter der Woche abends sowie am Wochenende sollten Sie genügend Zeit für Besichtigungen einplanen.
  • Lassen Sie nur echte Interessenten Ihre Immobilie besichtigen und nicht solche, die sich nur einmal umschauen möchten, wie andere Menschen leben oder Sie ausspähen wollen.
  • Wie kann die Bonität und Zuverlässigkeit der neuen Mieter geprüft und abgesichert werden?  Zum Mietvertragstermin sollte er die letzten 2-3 Gehaltsnachweise oder einen Arbeitsvertrag und den Personalausweis mitbringen. Außerdem ist es ratsam eine aktuelle SCHUFA einzusehen, die der Interessent direkt bei der SCHUFA ausgehändigt bekommt. Machen Sie Abstriche bzgl. der Bonitätsunterlagen, erhöhen Sie das Risiko, daß Sie die Wohnung einem Mieter geben, der seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann oder will.

Mietvertrag und Nachbereitung

  • In welcher Form muss der Mietvertrag gestaltet sein, damit er der aktuellen Gesetzeslage entspricht? Achten Sie darauf, dass die Rechtskonformität des Kaufvertrags eingehalten wird.
  • Wie hoch darf/soll die Kaution sein und welche Arten von Kautionen sind zulässig?
  • Spätestens zum Mietvertragstermin sollten der (die) Mieter eine Selbstauskunft mitbringen und die dort gemachten Angaben auch mit den letzten 2-3 Gehaltsnachweisen, dem Arbeitsvertrag und dem Personalausweis nachweisen können. Außerdem ist es ratsam eine aktuelle Bonitätsauskunft (Creditpass oder Schufa) einzusehen. Machen Sie Abstriche bzgl. der Bonitätsunterlagen, erhöhen Sie das Risiko, daß Sie die Wohnung einem Mieter geben, der seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann oder will.
  • Übergeben Sie das Objekt ordnungsgemäß und fertigen Sie ein Übergabeprotokoll an.

Nur mit der richtigen Vorbereitung können Sie den besten Preis erzielen

Nur mit der richtigen, auf Ihr Mietobjekt ausgerichteten Strategie finden Sie den richtigen Mieter zum richtigen Mietzins. Falls Sie keine Zeit haben, die Vorbereitung aller mit der Vermietung verbundenen Aufgaben effektiv zu erledigen und umzusetzen, unterstützen wir Sie gern, denn wir sind Vermittler zwischen beiden Interessenslagen, verfügen über jahrelange Erfahrung darin, unterschiedliche Charaktere und Interessen zusammenzubringen und reagieren flexibel auf die individuellen Anforderungen.